Ich war wohl etwas schreibfaul die letzten Tage, liegt daran dass nicht ganz so viel passiert ist, und ich momentan bei einer Freundin in Guangzhou zu Besuch war. Auch neigt sich meine Reise langsam dem Ende zu, und als nächste und letzte Station bleibt nur noch Peking. Trotzdem möchte ich doch einige Erlebnisse der Reise festhalten, die in den Einträgen keinen Platz gefunden haben, und möchte diese in einer Art Best-Of /Worst-Of China darstellen.

Der Dreckigste Ort
Auch wenn die Bilder es einen nicht denken lassen, auch China hat seine Schattenseiten. Das wahre China ist schmutzig, stinkt und möchte einen am liebsten übers Ohr hauen. Der mit Abstand dreckigste Ort den ich besucht habe ist Peking. 3 Stunden in Flip-Flops, und meine Füße sehen aus, als hätte ich in einem Kohlenkeller gearbeitet.

Die unangenehmste Begebenheit.
Mich fragte in Xishuangbanna letztens eine Reisende, was bis dato meine unangenehmste Erfahrung gewesen wäre. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt keine Antwort auf diese Frage, doch kurz darauf habe ich sie gemacht. Manch schwaches Gemüt würde diesen Vorfall wahrscheinlich mithilfe von Puppen bei einem Therapeuten darstellen.
Szene: Eine öffentliche Toilette in einem Park in Guangzhou. Ich muss dringend pinkeln und stelle mich an das Pissoir. Ein Mann, etwa 40 Jahre alt stellt sich an das Pissoir neben mich, guckt mir auf meinen Penis, und fängt tatsächlich an zu masturbieren. Sehr unangenehm, aber was soll man tun?

Option A: Geste erwidern, Blickkontakt halten und Dominanz zeigen.
Option B: So schnell es geht seine Notdurft verrichten und ab ins Freie.

Ich entschied mich für Option B. Es sei hier übrigens erwähnt, dass in dem Gerücht, des winzigen asiatischen Gliedes, durchaus ein Fünkchen Wahrheit steckt.

Die netteste Geste
Einen wahren Moment der Herzlichkeit durfte ich heute Nacht erleben, als ich völlig erschöpft mit dem Taxi vom Airport Richtung Hostel gefahren bin. Obwohl ich in der Nähe abgesetzt wurde, konnte ich das Hostel nicht finden, und auch die Beschreibung half mir nicht weiter. Aber einen McDonalds gab es hier, da kann man ja mal fragen gehen. Drinnen finde ich schnell Hilfe und einer der Gäste bietet mir sogar an, mich mit dem Roller dort hin zu bringen. 5 Minuten später war ich dann auch am Hostel, ganz ohne die Forderung einer Gegenleistung.

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Das Ekligste, das ich gesehen habe
China ist ein Land der Bettler. Man hat sie überall, doch die meisten zeichnen sich dadurch aus, dass sie körperliche Probleme haben. Ein Loch im Fuß, Verstümmelte oder fehlende Gliedmaßen, China has it all. In Lijiang saß ein Bettler auf einer Brücke. Sein Bein war bis auf das Schienbein offen und teilweise bildeten sich bereits Nekrosen auf der Haut.

Die vielen Übersetzungsfehler
Man sollte meinen, in einem so großen Land gäbe es wenigstens einige Menschen, welche die Englische Sprache beherrschen. Die vielen Fehler, insbesondere aus öffentlicher Quelle,  lassen mich stark daran zweifeln. Aber unterhaltsam sind sie allemal, insbesondere wenn sie zur zivilen Unruhe auffordern.

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Das beste Essen
Da der Mensch durchschnittlich 3 Mahlzeiten pro Tag zu sich nimmt, ergeben sich nach 30 Tagen Reise viele Möglichkeiten an gutes Essen zu gelangen. Das beste, das ich zu mir genommen habe, war bis jetzt allerdings nicht chinesisch, sondern koreanisches Barbecue.

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Mehr fällt mir grad nicht ein, wenn ihr noch andere Ideen oder Fragen habt, immer her damit!