Lange hat es gedauert, aber endlich habe ich meinen Weg nach China gefunden. Eine Nacht habe ich einen Zwischenstop in Guangzhou gemacht, und dann sollte es mit dem 25-Stunden Zug weiter nach Kunming gehen. Aus geplanten 25 Stunden sind dann durch Verspätungen 37 Stunden geworden. Das war echt schon hart an der Schmerzgrenze.  Da kann man ja über die Deutsche Bahn kaum meckern. Zunächst ist der Zug 5 Stunden zu spät am Bahnhof eingetroffen, und dann hat er auf wundersame Weise nochmal 7 Stunden während der Fahrt verloren – faszinierend. Kunming hat mich beim letzten Besuch nicht sonderlich beeindruckt,  aber durch die Verspätungen bin ich gezwungen mich notgedrungen in einem nahegelegenen Hotel einzuquartieren. Am nächsten Morgen geht es 5 Stunden lang weiter mit dem Bus nach Dali. Hier werde ich nun einige Tage bleiben und später dann nach Lijiang weiterziehen, so nah wie möglich an Tibet heran,  wie es nur geht. Tibet ist auch auf dieser Reise leider zeitlich nicht drin. Aber ich habe da schon Pläne für eine andere, in der Zukunft liegende Reise, wird also auf jeden Fall noch nachgeholt.

image

In den letzten Tagen meines Hongkong-Aufenthaltes war nicht ganz so viel los, da es einen Tag quasi durchgehend Taifun-Warnung gab. In Hongkong bedeutet das,  dass sämtlicher öffentlicher Verkehr stillgelegt wird. Auch sonst habe ich mir gerne etwas Ruhe gegönnt. Bilder wird es also erst mit dem nächsten Blogeintrag geben.

Wer sein Visum in Hongkong erwirbt, darf sich im Gegensatz zum regulären Visum,  das sich in Deutschland beantragen lässt übrigens nur 30 Tage anstatt der normalen 60 Tage in China aufhalten. Das Chinesische Visum (persönliche Daten wurden zensiert) koennt ihr euch in der Galerie ansehen.

Das Hostel in Dali macht einen super Eindruck, endlich mal gemütliche Betten, leckeres Essen, und viele nette Menschen. Die Bergszenerie im Hintergrund der Stadt könnte ich leider bei meiner abendlichen Ankunft nur erahnen, ich glaube aber ihr könnt euch auf ein paar wunderbare Bilder freuen.

An der Bar werde ich nach einigen Minuten angesprochen – „Say, are you from Germany?“ fragt mich einer der anderen Reisenden. „Yes, I am“, antworte ich. „Kommst du zufällig aus Bielefeld?“, fragt er weiter. Wie sich herausstellt, hat er auch in Bielefeld Biologie studiert, und mich schon irgendwann während des Bachelors in einer Vorlesung gesehen. Wie klein doch die Welt ist – Ein Land mit über einer Milliarden Einwohner, und am Arsch der Welt, ja genau da triffst du einen aus Bielefeld und er erkennt dich wieder…

image

Da das Internet so beschissen ist, bin ich etwas im Verzug, nächster Eintrag kommt dann hoffentlich morgen. An Bilder hochladen ist momentan kaum zu denken, wird dann wohl nachgeholt wenn ich in Lijiang bin.