Mit diesem Beitrag möchte ich euch zeigen, wie man seine eigene Handcreme herstellen kann.

Warum eine Handcreme selber machen?

Trockene und rissige Hände nach dem Klettern sind bei mir ein bekanntes Ärgernis, doch mit der richtigen Handcreme lässt sich diesem Problem durchaus entgegenwirken. Ich habe sonst immer die billige Handcreme aus dem Supermarkt benutzt. Funktioniert zwar auch wenn man trockene Hände hat, doch bei rissiger oder gar wunder Haut nach extremer Beanspruchung, wie sie es zum Beispiel durch den Klettersport erfährt, hilft eine herkömmliche Creme leider nicht weiter. Diese sind hauptsächlich auf Wasserbasis und fördern den Heilungsprozess der Haut nur unzureichend – spätestens nach der nächsten Klettersession ist die Haut wieder offen und brennt. Es muss also eine Creme auf Fettbasis her – doch die ist leider mit ca 15€ für gerade einmal 30 Gramm vergleichsweise teuer (z.B. Climb On! oder KletterRetter). Bleibt also nur die Möglichkeit, selbst eine Handcreme herzustellen.

Das benötigt ihr:

  • 65g Kakaobutter (Amazon)
  • 25g Weizenkeimöl (Amazon)
  • 25g Aprikosenkernöl (Amazon)
  • 25g Traubenkernöl (Amazon)
  • je 10 Tropfen  ätherischer Öle (z.B Citrus, Lavendel)
  • 5g  (für Salbe) oder 20g (für feste Masse) Bienenwachs (Amazon)
  • 10g Wollwachs / Lanolin (Amazon)
  • (optional) 10 ml Panthenol

Und so gehts:

  1. Die Kakaobutter und das Wachs im Wasserbad zum Schmelzen bringen und dann vom Herd entfernen
  2. Alle Kernöle und ätherische Öle hinzugeben und verrühren
  3. In kleine Förmchen füllen und abkühlen lassen
  4. (Optional) Sollte die Creme zu weich oder zu hart sein, kann sie im Wasserbad erneut geschmolzen werden, und mit Bienenwachs gefestigt, oder mit Öl weicher gemacht werden.

Die Wirkungsweise der einzelnen Zutaten:

Bienenwachs

(Cera Alba)

Bienenwachs wirkt rückfettend.

Die Wachsplättchen werden von Honigbienen ausgeschwitzt, und haben ursprünglich eine weiße Farbe. Durch das Pollenöl entsteht eine gelbe Färbung, da dieses vor allem Carotin enthält. (Quelle)

Aprikosenkernöl

(Prunus Armeniaca)

Aprikosenkernöl schützt vor Austrocknung und verleiht ein angenehmes Hautgefühl. Es ist reich an essentiellen Fettsäuren sowie an Vitamin E. (Quelle)

Weizenkeimöl

(Triticum vulgare)

Weizenkeimöl pflegt beanspruchte Haut. Es fördert die Durchblutung und die Blutzirkulation in den Gefäßen, lindert Falten und wirkt mildernd bei Hauterkrankungen und Entzündungen. (Quelle)

Traubenkernöl

(Vitis vinifera)

Traubenkernöl besitzt einen hohen Anteil an Lecithin. Dadurch zieht es schnell ein und hinterlässt keine Fettschicht. Diese Eigenschaft macht es zu einem hervorragenden Transportmedium für andere Wirkstoffe, besonders für fettlösliche Vitamine wie beispielsweise Vitamin E. (Quelle)

Ätherische Öle

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Die ätherischen Öle dienen hauptsächlich der Geruchsbildung der Handcreme. Sie sollen den intensiven Geruch der Kakaobutter überdecken, der von vielen Menschen als störend empfunden wird. Man sagt ätherischen Ölen unter anderem auch eine Entzündungshemmende Wirkung nach. (Quelle)

Kakaobutter

(Oleum cacao)

Kakaobutter ist ein aromatisches Fett das aus Kakao gewonnen wird. Es ist nahezu wasserfrei und konsistenzgebend für die Handcreme. Gleichzeitig ist es der Fettlieferant für unsere Haut.