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Gestern ging es mit der Fähre nach Sok Kwu Wan, um dort nach dem Schildkröten-Strand (engl. Turtle Bay) zu suchen. Dieser Strand trägt seinen Namen, weil sich dort die Schildkröten treffen, um sich zu paaren, und ihre Eier zu legen. Vom Pier aus, das sich in einem Fischerdorf befindet, gehe ich nach Osten. Entlang des Weges sehe ich neben einer Vielzahl von Bananenplantagen auch Mango- und Durianbäume. Eine Durian ist etwa so groß wie eine Melone, und stachelig. Der Geschmack ist ziemlich eigen, und auch der Geruch ist äußerst gewöhnungsbedürftig. Man bezeichnet sie auch gerne als Stinkfrucht.

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Mittlerweile ist es fast unerträglich heiß, so dass sich auf meiner Haut nicht nur Schweißtropfen, sondern ein ganzer Film aus Schweiß gebildet hat. Um so glücklicher bin ich, als ich endlich einen Strand erblicke. Leider gibt es hier keine Schildkröten, und wie sich später herausgestellt hat, ist der Strand während der Paarungszeit sowieso für die Öffentlichkeit gesperrt. Aber eine gelungene Abkühlung ist ja auch nicht zu verachten.

Heute habe ich mir mit Tanvir zusammen vorgenommen, zum Infinity Pool zu gehen. Hierbei handelt es sich um einen gestauten Bereich eines Flusses,  wo man „theoretisch“ baden gehen kann. Der Pool befindet sich auf Lantau Island, etwa eine Stunde Fußmarsch von Tai-O entfernt. Eines muss man den Inseln von Hongkong ja lassen, man hat wirklich überall eine tolle Aussicht!

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Da die meisten Flüsse einem Berg entspringen, hieß dies für uns mal wieder steil bergauf zu gehen. Auf dem Weg zum Pool kamen uns mehrere Umkehrer entgegen, die davon berichteten, dass das Amt für Wasserschutz einige… nennen wir sie mal „Schutzbeauftragte“ … am Pool positioniert hätte, da das Baden dort eigentlich strengstens untersagt ist,  und mit Strafen von bis zu 5000€ und 2 Jahren Gefängnis geahndet wird. Da es nicht untersagt ist, sich dort aufzuhalten, entschieden wir uns dazu trotzdem erstmal weiterzulaufen. Am Pool angekommen, standen dort besagte „Schutzbeauftragte“ … Und rund um den Pool herum saßen etwa 100 Badelustige auf den Felsen, die nur darauf warteten, dass die Spielverderber endlich wieder verschwinden.

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Tanvir und ich schauten uns an. Sind wir nun wirklich den ganzen Weg umsonst gelaufen? Wir ließen uns eine Weile auf den warmen Felsen nieder, und gerade als wir uns dafür entscheiden wollten, umzukehren, schienen auch die „Schutzbeauftragten“ ihren Rückweg, den Berg hinunter, anzutreten. Es hat keine 5 Minuten gedauert, da war der Pool wieder gefüllt mit Stimmung.
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Geduldig sein zahlt sich eben manchmal aus.