…Pizza, Kartoffeln mit Schnitzel, Spaghetti Bolognese. Für jeden der länger unterwegs ist kommt irgendwann der Moment in dem er sich etwas Heimat herbeiwünscht. Für mich war es Silvester soweit. Nicht etwa weil mir die Heimat so besonders fehlt, nein eher aus anderen Gründen:

Kaum veröffentlichte ich den letzten Beitrag ging es mit Ping los ein bisschen die Innenstadt abklappern, und gucken ob die Läden der Europäischen Mode überlegen sind. Hat auch ganz gut geklappt, in meinem Gepäck befinden sich eine neue Hose und eine Jacke.
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Anschließend ein kleiner Spaziergang entlang des Yellow River, und über dessen älteste Brücke (Made in Germany!)
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Und dann plötzlich wird mir schwindelig. Ich kann mich gerade noch fangen und auf den Boden setzen.
Wir entscheiden uns, den Spaziergang zu beenden und ich kehre zum Hostel zurück um mich zu erholen. Immernoch bin ich sehr außer Atem und mein Puls bleibt erhöht. Im Hostel kommen dann Hitzewallungen, Kopfschmerzen und Fieber hinzu. Nachdem die ganze Symptomatik noch durch Erbrechen und Appetitlosigkeit vervollständigt wird, steht die Diagnose fest:

Höhenkrankheit (Altitude Sickness) verursacht durch die zwar relativ geringe Höhe von 1800 Metern, aber verstärkt durch die trockene, kalte Luft und das Tragen einer Atemmaske.

Um eine bessere Erholung zu gewährleisten, komme ich bei Pings Familie unter, und es wird sich sehr gut um mich gesorgt. Neujahr verbringe ich im Bett.

In  geringer Menge nehme ich auch etwas Nahrung zu mir. Und dann kam er,  der Moment in dem ich mir nichts lieber gewünscht hätte als etwas heimatliche Feinkost. Mittlerweile befinde ich mich im Zug nach Guangzhou, und noch immer kann ich diese Gedanken nicht von mir werfen.

Aber Moment mal, war das nächste Ziel nicht Peking? Mehr dazu im nächsten Beitrag…