Auf den ersten Blick wirkt der chinesische Straßenverkehr wie eine chaotische Anhäufung von wild-hupenden Autos und Rollern, die kreuz-und-quer durcheinander fahren. Trotzdem scheint es so, als wäre der Prozentsatz an Autounfällen dafür verhältnismäßig gering. Warum also nicht selbst einmal im Verkehrsgeschehen mitmischen?
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Zu viert, und mit Fahrrädern bewaffnet machen wir uns auf zum Mandian-Wasserfall, etwa 10km außerhalb von Xishuangbanna. Das Fahrrad besitzt zwar Bremsen aber Licht und Klingel fehlen. Nach chinesischen Standards ist es also eindeutig verkehrstauglich. Der Fahrradverleih befindet sich mitten im Zentrum der Stadt, und um zum Wasserfall zu kommen muss man der Hauptstraße folgen, wir kommen also nicht am intensiven Stadtverkehr vorbei.
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Der chinesische Verkehr ist etwa so wie Autobahnfahren, ein ständiges Eingliedern und Wechseln zwischen den Spuren. Der Schlüssel ist, sollte mal die Gefahr einer Kollision bestehen, einfach seine Geschwindigkeit anzupassen und nicht zu versuchen auszuweichen. Das mag vielleicht erst einmal unsinnig klingen, funktioniert aber so. Wer ausweicht, zieht meistens den kürzeren. Wir kennen dieses Problem insbesondere dann, wenn wir auf eine andere Person zulaufen, und uns beim Ausweichen dann für die selbe Richtung entscheiden. Gehupt wird im chinesischen Straßenverkehr insbesondere dann, wenn man prüfen will ob hinter einer unübersichtlichen Kurve Autos kommen, oder um beim überholen auf sein Kommen aufmerksam zu machen.
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Nachdem wir die Hauptstraße verlassen, wird es zunehmend ländlicher, und Siedlungen werden abgelöst von endlosen Plantagen. Die meiste Zeit fahren wir bergauf. Gegen Mittag kommen wir im Dorf Mandiancun an, von wo aus wir zu Fuß weiter müssen. Aber erst einmal ist Mittagessen bei den Dörflern angesagt. Für 30 RMB bekommen wir einen reich gedeckten Tisch mit Barbecue, Bambus, Drachenfrucht und anderen Leckereien.
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Gut gesättigt geht es weiter zum Wasserfall, über Bambusbrücken, durch den Dschungel und das Flussbett. Dort angekommen ist es Zeit fur eine Abkühlung und den Rückweg, welcher mit zu den Highlights des Tages gehört.
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Bergab entlang der Hügel, und durch die Kurven rasend, streichelt einem der Wind durch die Haare. Entspannt geht es Richtung Sonnenuntergang, zurück zum Hostel…