Zunächst eine freudige Ankündigung: Sowohl die Bilder in den Beiträgen als auch das Fotoalbum funktionieren wieder und sind jetzt up-to-date. In den älteren Beiträgen wurden ebenfalls die fehlenden Bilder hinzugefügt.

Da bin ich nun also in Xishuangbanna (西双版纳), einem Ort, von dem ich zuvor noch nie wirklich etwas gehört habe. Auf die Empfehlung einer Freundin hin bin ich spontan in den Flieger gestiegen, ohne nachzusehen was es hier eigentlich gibt.

Xishuangbanna liegt am Mekong, einem Fluss, der sich über Laos bis an die Ostküste Vietnams zieht. Xishuangbanna ist vom westlichen Tourismus noch relativ unerschlossen, und wird hauptsächlich vom nationalen Tourismus geprägt. Die meisten Reisenden passieren diese Stadt lediglich wenn sie die Grenze Richtung Laos oder Burma überqueren wollen. Menschen mit ziemlich weißer Haut und blondem Haar sind hier eher selten anzutreffen, da ständige Temperaturen von 20-40 Grad, abhängig von der Jahreszeit, bei fast tropischem Klima und knallender Sonne eher für einen dunkleren Teint sorgen.

Laowai, höre ich immer wieder einige Passanten sagen, die sich die Köpfe verrenken, und mir hinterherschauen. Laowai (老外, lǎowài) steht für „Fremder“ oder auch „Ausländer“, hat aber nicht die negative Bewertung die es im Deutschen mit sich trägt. Es ist also eher ein Ausdruck des Erstaunens und der Überraschung. So manch einer kennt den westlichen Typen eben nur aus dem Fernsehen.
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Das Riverside-Hostel ist ziemlich cool und befindet sich im 15. Stock eines der wenigen Hochhäuser. Man hat einen wunderschönen Blick über den Mekong, und der Night-Market ist direkt am Fuße des Gebäudes.

Xishuangbanna besitzt durch seine Nähe zu den Grenzen Myanmars und Laos viele Einflüsse, insbesondere was die Ausprägung der Kultur angeht. Durch das tropische Klima ist  die Landwirtschaft insbesondere vom Anbau exotischer Früchte aber auch durch eine Vielzahl von Kautschuk- und Teeplantagen geprägt, die sich ringförmig über die Hügel entlang der Stadt ziehen. Der Tee der hier angebaut wird, gilt als einer der besten Chinas.
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Nachdem ich mich einen Tag eingelebt habe, wollte ich es mir nicht nehmen lassen, den tropisch-botanischen Garten zu besichtigen, der auch Teile des Regenwaldes umfasst, in denen verschiedene Forschungsteams den Regenwald unter dem Aspekt der Änderung einzelner Faktoren hin untersuchen. Die Pflanzensammlung  umfasst neben medizinischen und aromatischen Pflanzen auch essbare Pflanzen.
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Hat man den angelegten Garten erst einmal durchquert , kommt man direkt in den Regenwald, der eine Unglaubliche Geräuschkulisse besitzt: Das Zwitschern der Vögel, und das Zirpen der Zikaden kombiniert sich zu einer Lautstärke, die dem Dezibel-Wert einer Bohrmaschine ebenbürtig ist. Außer einigen Schmetterlingen, Ameisen und nervigen Moskitos habe ich zwar keine Tiere antreffen können, aber trotzdem faszinierend.

Morgen werde ich mir ein Fahrrad mieten und die Umgebung erkunden, es wird also das erste mal sein, dass ich mich aktiv in den chinesischen Straßenverkehr einmische. Ob das wohl gut geht?…